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Die Kreuzzüge prägten das Bild vom Mittelalter wie kein anderes Ereignis; und wie keine andere Institution prägten die Templer das Bild von den Kreuzzügen. Die einen sahen in ihnen die Verkörperung des christlichen Soldaten schlechthin, des miles christi, der Tugend und der Ehre. Die anderen betrachteten sie als Ketzer, Häretiker und Feinde des wahren Glaubens. Diese Seite gewann schließlich. Doch zu Recht? Waren die Tempelritter tatsächlich Ketzer, die der Kirche ihres obersten Lehnsherrn, des Papstes, feindselig gegenüberstanden?
Auf alle Fälle waren sie hervorragende Krieger. Wenn sie auch von den Feinheiten der Politik nichts verstanden (was vermutlich ein Grund für ihren Untergang darstellt), so wußten sie doch umso mehr das Schwert zu schwingen. In Ihrem fanatischen Kampf gegen die "Ungläubigen" scheuten sie nicht, ihr Leben zu opfern um als Helden im Kampf für das Christentum ihrem Schöpfer gegenüberzutreten.
Man kennt heute diesen Fanatismus wieder, allerdings auf der anderen Seite, im Islam, wenn von Selbstmordattentätern die Rede ist, die sich den Weg ins Paradies durch ihr Opfer "erkämpfen". Sehr oft wird hier die eigene Geschichte vergessen und der Islam als kriegerische Religion gebranntmarkt. Doch auch das Abendland hat - nicht zuletzt durch die Kreuzzüge - einen Glaubenskrieg geführt. Und der Orden vom Tempel zu Jerusalem war einer der fanatischsten überhaupt.
Nun sollte man nicht den Fehler machen, das eine mit dem anderen aufwiegen zu wollen, insbesondere dann nicht, wenn mehr als ein halbes Jahrtausend dazwischen liegt. Der alte Templerorden existiert nicht mehr, aber in einer neuen Form gibt es ihn auch heute noch, doch erfüllt er jetzt nur noch karitative Pflichten.
Und über eben jene faszinierende Bruderschaft vom Tempel Salomons sollen die folgenden Zeilen berichten.

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